Sebastian Krebs hat in der HLBS-Zeitschrift „Agrarbetrieb“, Ausgabe 03/2026 einen Fachartikel veröffentlicht: Bewertung von Forstbetrieben im Zugewinnausgleich und Erbrecht – rechtliche Grundlagen und praktische Bewertungsansätze. Sie können den Artikel hier herunterladen:
Der Fachartikel untersucht die Bewertung von Forstbetrieben im Zugewinnausgleich und im Erbrecht. Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen bei land- und forstwirtschaftlichem Vermögen nicht der Verkehrswert, sondern der gesetzlich privilegierte Ertragswert anzusetzen ist.
Besondere Bedeutung hat dabei die Landguteigenschaft reiner Forstbetriebe. Der Beitrag zeigt, dass auch reine Forstbetriebe grundsätzlich unter die Privilegierung fallen können, sofern sie eine selbstständige, nachhaltig ertragsfähige und schutzwürdige Wirtschaftseinheit bilden und eine Fortführung des Betriebes zu erwarten ist.
Für die praktische Bewertung wird eine periodisierte Ertragswertplanung vorgeschlagen. Sie berücksichtigt insbesondere die tatsächliche Altersklassenstruktur des Waldes sowie künftige Holzernte-, Kultur- und Betriebskosten. Damit soll vermieden werden, dass die in der Praxis häufig unrealistische Annahme eines „Normalwaldes“ zu verzerrten Ergebnissen führt.
Darüber hinaus behandelt der Artikel zentrale Fragen der Stichtagsbewertung, Indexierung, Verbindlichkeiten, latenter Steuern und der Abgrenzung privilegiert zu bewertender Betriebsteile. Ziel ist eine transparente und nachvollziehbare Bewertung, die sowohl den rechtlichen Vorgaben als auch den besonderen wirtschaftlichen Bedingungen von Forstbetrieben Rechnung trägt.
Weitere Veröffentlichungen finden sie hier.








