Bei der 71. Berater und Sachverständigentagung des HLBS in Baunatal berichtete Sebastian Kreibs von seinen Praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz von KI bei der Arbeit als landwirtschaftlicher Sachverständiger (Vortrag als pdf-Datei).
Der Vortrag von Sebastian Krebs auf der HLBS-Sachverständigentagung 2025 in Baunatal befasst sich mit den praktischen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) im Sachverständigenbüro. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger theoretische Grundlagen als vielmehr konkrete Anwendungen, die den Arbeitsalltag erleichtern und die Effizienz bei Recherche, Dokumentation und Gutachtenerstellung erhöhen können.
Als wesentliche Einsatzfelder werden die fachliche Recherche, Diktier- und Schreibhilfen, Videokonferenzen sowie die Auswertung umfangreicher Unterlagen und die Vorbereitung von Gutachten vorgestellt. Bei der Recherche kann KI insbesondere dazu beitragen, fachliche Fragestellungen strukturiert zu bearbeiten. Dabei sind weiterführende Prompts und die Angabe nachvollziehbarer Quellen von besonderer Bedeutung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Gutachtenerstellung. Als besondere Stärke der KI wird die Strukturierung und Zusammenfassung umfangreicher und unsortierter Dokumente hervorgehoben. Darüber hinaus können Karten und Fotos ausgewertet sowie Textpassagen auf Grundlage vorgegebener Inhalte erstellt werden. Beispiele reichen von der Auszählung von Beständen über Formulierungshilfen bis hin zu Gebäude- und Lagebeschreibungen.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert nach den Erfahrungen des Referenten der Datenschutz. Der Einsatz von KI zur Recherche ist unproblematisch, sofern keine sensiblen Daten verarbeitet werden. Bei der Verarbeitung gutachtlicher Unterlagen sind dagegen die jeweiligen Datenschutz- und Cloudbedingungen der eingesetzten Systeme zu beachten.
Der Vortrag verdeutlicht damit, dass KI den Sachverständigen nicht ersetzt, sondern als Werkzeug zur Unterstützung fachlicher Arbeit eingesetzt werden kann. Entscheidend bleiben die Qualität der Eingaben, die kritische Prüfung der Ergebnisse und die fachliche Verantwortung des Sachverständigen. Die abschließende Aussage des Vortrags bringt diesen Ansatz prägnant zum Ausdruck: Nicht die KI ersetzt den Sachverständigen – vielmehr kann sich derjenige einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, der KI sinnvoll in seine Arbeit integriert.
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